Im Rahmen unserer Tierschutzarbeit in Südafrika haben wir uns immer wieder eine zentrale Frage gestellt: Wie können wir Tieren helfen, die ihre Beweglichkeit verloren haben? Oft stammen sie aus den schwierigsten Lebensumständen – körperliche Behinderungen, schwere Erkrankungen, die sie besonders empfindlich gegenüber Veränderungen ihrer Umgebung machen, oder ein hohes Alter, bei dem selbst kleinste zusätzliche Energieaufwände eine große Herausforderung darstellen. Nach intensiven Gesprächen mit zahlreichen Tierärzten und Rehabilitationsspezialisten sind wir zu der Erkenntnis gelangt, dass die Rotlichttherapie für genau diese Situation eine ideale Lösung darstellt.
Nicht alles hat sofort funktioniert
Unsere ersten Prototypen arbeiteten mit 650 nm. Bereits in den ersten Belastungs- und Anwendungstests zeigte sich jedoch schnell, dass 650 nm unter den Anforderungen einer großflächigen, körpernahen Anwendung bei Tieren klare Grenzen hat. Insbesondere bei dichterem Fell, stärkerem Gewebe oder größeren Gelenkstrukturen war die Eindringtiefe geringer als erwartet.Gleichzeitig zeigte sich bei längeren Anwendungen in geschlossenen, körpernahen Flächenstrukturen eine lokale Wärmeakkumulation.Nicht in einem kritischen Bereich – aber deutlich außerhalb dessen, was wir langfristig als optimal für die tägliche Anwendung angesehen haben.Deshalb stoppten wir die Entwicklung der ersten Generation vollständig – und begannen erneut bei den Grundlagen.
In den folgenden Monaten analysierten wir wissenschaftliche Studien, verglichen Dosimetrie-Daten und führten intensive Gespräche mit Tierärzten, Photobiologen, Physiotherapeuten und Spezialisten aus der rehabilitativen Medizin.Am Ende führte uns jede unabhängige Quelle zum gleichen Ergebnis:808 nm + 850 nm als optimale Kombination für tieferes Gewebe, Gelenke und regenerative Anwendungen.
Technologie muss sich im Alltag bewähren
Was im Labor funktioniert, bedeutet noch nicht, dass ein Tier es im Alltag langfristig akzeptiert. Deshalb haben wir unsere frühen Prototypen an 240 Haustierfamilien mit unterschiedlichen Hunderassen, Altersgruppen, Gewichten und Bewegungsprofilen versendet.
Dabei beobachteten wir nicht nur therapeutische Ergebnisse, sondern jedes Detail der täglichen Anwendung:
- sitzt das Produkt stabil?
- verteilt sich der Druck gleichmäßig?
- lässt es sich einfach anlegen?
- wird es vom Tier langfristig akzeptiert?
- ist Laden und Verstauen im Alltag unkompliziert?
Jede Rückmeldung führte direkt zur nächsten konstruktiven Anpassung. Von Schnittführung und Gewichtsverteilung bis hin zum Befestigungssystem und kabellosen Ladedesign wurde jede Komponente mehrfach überarbeitet – bis das Produkt im Alltag genauso selbstverständlich funktioniert wie im Labor.
Materialauswahl für Reinigung, Hygiene und Langlebigkeit
Bereits früh definierten wir klare Anforderungen an unsere Materialien: hautnaher Kontakt, tägliche Reinigung, langfristige Belastbarkeit, stabile Leistung über viele Anwendungen hinweg
Unsere frühen Prototypen wurden mit neoprenbasierten Funktionstextilien entwickelt. In Langzeittests zeigte sich jedoch schnell, dass Fell, Feuchtigkeit und regelmäßige Reinigung deutlich höhere Anforderungen an Material und Oberfläche stellen.
Was wir entwickeln, muss messbar sein
Die Wirksamkeit von Lichttherapie entsteht nicht durch höhere Leistung. Sondern durch die richtige Dosis.
Deshalb arbeiteten wir mit 50 vollständig dokumentierten Vergleichsgruppen, um unterschiedliche Bestrahlungsparameter unter realen Bedingungen langfristig zu beobachten.
Dabei berücksichtigten wir unter anderem:
