Photobiomodulation – die wissenschaftliche Basis der Rotlichttherapie

Die Rotlichttherapie (RLT) basiert nicht auf einem kurzfristigen Trend, sondern auf der seit Jahrzehnten klinisch angewandten Photobiomodulation Therapy (PBMT).

PBMT bezeichnet den Einsatz von niederenergetischem, nicht-thermischem Licht (Laser oder LED) mit definierten Wellenlängen, das gezielt auf Gewebe einwirkt, um zelluläre Prozesse zu modulieren, die Geweberegeneration zu fördern sowie Entzündungen und Schmerzen zu reduzieren.

In der Tiermedizin ist die laserbasierte PBMT seit Langem als etablierte Form der physikalischen Therapie anerkannt und in der veterinärmedizinischen Rehabilitation weit verbreitet.

Die LED-basierte PBMT hingegen gewinnt in den letzten Jahren zunehmend an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit und zeigt in klinischen Studien klar belegte Effekte.

Zelluläre Wirkung der Rotlichttherapie

Wenn man den menschlichen Körper mit einem Auto vergleicht, entsprechen die Zellen den funktionalen Systemen des gesamten Fahrzeugs, die Mitochondrien dem Motor, und ATP dem Brennstoff, der den Betrieb aufrechterhält.

Je leistungsfähiger die Mitochondrien sind und je ausreichender die ATP-Versorgung, desto besser können Zellen Reparatur- und Stoffwechselprozesse ausführen – und desto mehr Energie und Gesundheit stehen dem Körper insgesamt zur Verfügung.

Die Rolle der Rotlichttherapie besteht darin, die Effizienz der Brennstoffnutzung im Motor zu optimieren, das heißt die Fähigkeit der Mitochondrien zur Bildung und Nutzung von ATP zu verbessern. Auf diese Weise schafft sie eine grundlegende Voraussetzung für Regeneration und Erholung des Körpers.

Molekularer Wirkmechanismus der Rotlichttherapie

Technisch gesehen nutzt die Rotlichttherapie LED-basierte Lichtquellen, um rotes oder nahinfrarotes Licht mit definierten Wellenlängen zu erzeugen. Dieses Licht wirkt auf einen zentralen molekularen Zielpunkt in den Mitochondrien – die Cytochrom-c-Oxidase (Cytochrome c Oxidase).

Der Lichtreiz kann die Aktivität dieses Enzyms modulieren, den Elektronentransport in den Mitochondrien unterstützen und dadurch die Effizienz der ATP-Produktion und -Nutzung erhöhen. Auf zellulärer Ebene trägt dies zur Unterstützung von Reparaturprozessen, zur Entzündungsregulation und zur funktionellen Erholung bei.

Wellenlängen und ihre Wirkung

In der Rotlichttherapie bestimmen unterschiedliche Wellenlängen die Eindringtiefe des Lichts in biologisches Gewebe sowie dessen primäre gesundheitliche Wirkung. Auf Basis der Gewebestruktur von Hunden und Katzen, relevanter Gesundheitsanforderungen und sicherheitsrelevanter Aspekte setzen wir auf ein Dual-Wellenlängen-Konzept mit 808 nm und 850 nm nahinfrarotem Licht.

808 nm wirkt vor allem auf Muskeln, Sehnen, Bänder sowie gelenknahe Weichgewebe und eignet sich zur Unterstützung der funktionellen Regeneration des Bewegungsapparates.

850 nm weist eine höhere Gewebepenetration auf, erreicht tiefere Gewebeschichten und ist insbesondere bei Beschwerden wie Arthrose oder Neuritis von Bedeutung.

Für mehr Lebensqualität im Alltag

Das Zusammenspiel von 808 nm und 850 nm nahinfrarotem Licht unterstützt auf unterschiedlichen Gewebeebenen zelluläre Energie- und Reparaturprozesse, fördert die lokale Mikrozirkulation und kann zur Linderung chronischer Entzündungszustände beitragen.

Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage entwickelt OsteoVitalis ein Dual-Wellenlängen-Rotlichtkonzept auf Basis moderner LED-Technologie und den Prinzipien der Photobiomodulation (PBMT). Durch eine sorgfältig abgestimmte Dosierung sowie ein an die Anatomie von Hunden und Katzen angepasstes Produktdesign bietet das System eine sichere, schonende und für den Heimgebrauch geeignete unterstützende Lösung – insbesondere für ältere Tiere mit eingeschränkter Mobilität, die eine kontinuierliche Unterstützung ihres Wohlbefindens benötigen.

Unterstützende Wirkungen der PBMT
(Photobiomodulationstherapie)

Linderung von Muskel-, Sehnen-, Band- und Weichteilverspannungen sowie Schmerzen, z. B. infolge von Sportverletzungen, Ausgleichshaltungen oder in der postoperativen Erholungsphase.

Linderung von Schmerzen bei Arthritis, Arthrose und anderen degenerativen Gelenkerkrankungen, mit dem Ziel, Steifheit zu reduzieren und die Beweglichkeit zu unterstützen.

Unterstützung der Regeneration von Nervengewebe und der Wiederherstellung der Nervenfunktion, insbesondere bei peripheren Nervenschädigungen oder neurodegenerativen Veränderungen.

Förderung der Durchblutung und der zellulären Regeneration, zur Unterstützung der normalen Immunfunktion sowie zur ganzheitlichen Förderung von Gesundheit und Vitalität.

Klinische Evidenz für PBMT

Photobiomodulation therapy(PBMT) refers to the use of non-ionizing light sources — including lasers, LEDs, and broadband light — in the visible and infrared spectrum to produce therapeutic effects.

Anders, J. J., Lanzafame, R. J., & Arany, P. R. (2015). Low-level light/laser therapy versus photobiomodulation therapy. Photomedicine and laser surgery, 33(4), 183.

In dogs with naturally occurring elbow osteoarthritis treated with PBMT (10–20 J/cm²), PBMT significantly reduced pain scores and lameness and allowed a reduction in NSAID dose compared to placebo.

Looney, A. L., Huntingford, J. L., Blaeser, L. L., & Mann, S. (2018). A randomized blind placebo-controlled trial investigating the effects of photobiomodulation therapy (PBMT) on canine elbow osteoarthritis. The Canadian Veterinary Journal, 59(9), 959.

Photobiomodulation therapy(PBMT) has been shown to modulate inflammation, reduce pain, and promote tissue repair through the activation of cellular photoreceptors, leading to increased mitochondrial activity, modulation of reactive oxygen species, and changes in transcription factors involved in cell proliferation and survival.

Hamblin, M. R. (2017). Mechanisms and applications of the anti-inflammatory effects of photobiomodulation. AIMS biophysics, 4(3), 337.

Absolute Kontraindikationen

Hunde und Katzen mit Tumoren oder malignen Tumorerkrankungen dürfen nicht verwendet werden.

Hunde und Katzen mit offenen Wunden dürfen nicht verwendet werden.

Trächtige Hunde und Katzen dürfen nicht verwendet werden.

Hunde und Katzen mit Ödemen oder Hämatomen dürfen nicht verwendet werden.

Hunde und Katzen mit implantiertem Herzschrittmacher oder ähnlichen elektronischen Medizinprodukten dürfen nicht verwendet werden.

Welpen und Kätzchen mit noch nicht vollständig entwickeltem Skelett und nicht geschlossenen Wachstumsfugen (in der Regel unter 12–18 Monaten) dürfen nicht verwendet werden.

Blog